Bergkameradschaft?

Ursprünglich dachte ich, dass die „Über mich“-Seite die erste sei, die ich verfasse. Die Ereignisse rund um den Lawinenabgang am Zischgeles in der vergangenen Woche, den bedauerlichen Tod des Verschütteten und das schändliche Verhalten des aufsteigenden Tourengehers ließen mich umdenken.

Gibt es heute noch die viel gepriesene Bergkameradschaft?

Ja, warum auch nicht? Fragt sich nur, wie weit der Rahmen der Kameradschaft reicht. Nur für meinen besten Freund? Für alle in meiner Gruppe? Auch für fremde Bergsteiger?

Schön wäre es, wenn sie für alle Bergsteiger gälte. Und wenn sie das nicht tut, worauf man im oben angesprochenen Fall wohl wetten könnte, stellt sich doch die Frage, warum dies so ist.

Diese Frage sollte man sich wohl im gesellschaftlichen Kontext ansehen. Helfen wir auch Nachbarn, Freunden oder sogar Wildfremden, wenn sie in Not sind? Ich glaube, da hapert es schon bei vielen. Warum sollte es dann am Berg anders sein? Die Entwicklung war absehbar, so wie sie in verschiedenen Lebensbereichen eingetreten ist.

Mich wundert das Verhalten des angesprochenen Skitourengehers nicht, dennoch bin ich geschockt von seinem Verhalten (sofern sich die Anschuldigungen als real darstellen und keine entlastenden Fakten zutage treten) und schwer enttäuscht vom zunehmenden Egoismus am Berg.

Berg heil? Wohl eher nicht.

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