Figlrennen am Palmsonntag

Palmsonntag ist der wichtigste Tag im Jahreskreis – für einen Wetterstoaner.
An diesem Tag findet alljährlich unser Figlrennen statt.

Bis vor drei Jahren war es noch eine öffentliche Veranstaltung mit zahlreichen Teilnehmern.
40 Figler in allen Altersklassen waren keine Seltenheit.
Doch seit zwei Jahren wird das Rennen nur mehr vereinsintern durchgeführt. Ausschlaggebend waren einige Unfälle bei Skirennen, die zu gerichtlichen Verurteilungen der Verantwortlichen geführt haben.

Immerhin 9 Wetterstoaner fanden sich heuer auf der Ehrwalder Alm ein.
Am letzten Tag des Skibetriebs wollten wir unseren internen Wettkampf starten.
In einer kurzen Verschnaufpause, die die meisten nutzten, um Mut zu tanken, wurden Regeln und Strecke diskutiert.
Die geringe Schneelage machte lediglich eine Abfahrt vom Hochbrandt zur Alm möglich.
Also ruck zuck in die Figl – wir dürfen nur Aluschnürfigl benutzen – und ab zum Sechserblitz.
Die Abfahrt war ein Krampf.
Schlechte Gleiteigenschaften ließen mich am Erfolg zweifeln.
Aber was soll’s.
Also fuhren wir rauf zum Hochbrandt.

Die letzten Minuten vor dem Start sind die blödesten.
Das Rennfieber kommt, Gedanken kreisen.
Hätt ich doch noch Silikonspray auf die Figl spritzen sollen?
Stecken länger machen für besseres Antauchen?
Hab ich eine gefährliche Startposition?
(Nachdem es ein Gaudirennen ist, gibt’s auch keine besonderen Regeln.
Außer den Figln ist nichts reglementiert.)
Schnell noch einen Muttrunk, und schon ertönt das Startsignal.
Derjenige, der es gibt, ist natürlich der Glückliche.
Egal, Frühstarts werden eh nicht gewertet.

Schon geht’s auf die erste Kurve zu.
Irgendwie läuft’s nicht so, wie ich mir das vorstelle.
Dass der Start nicht meine Stärke IST, weiß ich ja, aber so langsam?
Da höre ich von hinten ein Lachen und merke, dass Rici meinen Stock hält.
Sauerei!
Ich bin schon kurz davor, ihm meinen Stock zu überlassen, da lässt er auch schon los.
Und dann geht’s richtig ab.
Mit Vollgas überhole ich einen um den anderen.
Vom vorletzten Platz (Danke Rici!) schaff ich es bis ganz nach vorn.
Einen Meter vor der Ziellinie schnupfe ich auch noch Geigi – Dritter!

20140422-091742.jpg

Nach einer Verschnaufpause im Tiroler Haus fahren wir gemeinsam über die arg ramponierte Piste ins Tal.
Mit einer Sondereinlage von mir wenige Meter vor der Talstation.
Davon gibt’s auch ein Video, vielleicht bald hier.
Auch heuer war es wieder eine Mordsgaudi, ich freu mich schon auf’s nächste Jahr.

20140422-091756.jpg

20140422-091804.jpg

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s