Trailrun Challenge

Samstag, 4.30 Uhr. Der Wecker geht. Nach einer halben Nacht (in der anderen Hälfte hielt mich mein Kleinster wach) muss ich aufstehen. Ab ins Bad und die vorbereiteten Bergrettungsklamotten angezogen. Obwohl ich am Vorabend schon alles vorbereitet habe, dauert es dennoch eine dreiviertel Stunde, bis ich aus dem Haus komme.

Als Erster komme ich im Bergrettungsraum an, fahre unser Auto aus der Garage und bereite schon mal den Funk vor. Kurz darauf kommen auch schon die nächsten Kameraden und der Raum füllt sich mit Leben.

SCOTT Rock the Top of Germany

Um 6 Uhr startet der Lauf SCOTT Rock the Top of Germany zum ersten Mal. Nach mehr als 44km und 4200 Höhenmetern erreichen die Teilnehmer den Zugspitzgipfel.

Dieser Lauf fand heuer zum ersten Mal statt. Die Bergrettung Ehrwald übernahm wieder die Streckenbetreuung im Ortsstellengebiet. Mit dabei: ich. Und damit es sich auszahlt, übernahm ich Dienste am ganzen Tag. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Also geht’s nach einem hastigen Frühstück raus an die Strecke. Mit dem Kfz fahren wir in’s Kärletal bis knapp unter der Tuftlalm. Die Läufer kommen dort nach etwa einer halben Laufstunde an. Den Führenden haben wir beinahe verpasst, so zischt er an uns vorbei. So richtig schwitzt keiner der Teilnehmer.

Nach etwa einer halben Stunde geht’s wieder retour zum Bergrettungsraum. Nun wird alles für den Tageseinsatz vorbereitet. Bergematerial, Erste Hilfe-Material, Decken, alles wird vorbereitet und in den Anhänger verladen. Endlich geht es los.

Nach Ankunft auf der Hochfeldernalm ziehen wir uns nur schnell die Regenklamotten an und posieren für ein Foto. Dann geht’s auch schon Richtung Felderer Joch los.

Dort oben am Joch verbringen wir die nächsten sechs Stunden im permanenten Wind. Die Leistung der Läufer ist beachtlich. So, wie der Führende bei uns vorbei kommt, laufe ich nicht, wenn ich frisch gestartet bin!

Die Ausrüstungskontrolle des Veranstalters ist eine sehr gute Sache, gerade bei diesen Wetterbedingungen – erst recht schön, dann Regen, Nebel und Kälte. Umso erstaunlicher ist, was alles in den kleinen Rucksäcken Platz gefunden hat.

Auf zur Knorrhütte

Um 16 Uhr hatte unsere Schicht dann ein Ende und wir gingen zur Knorrhütte. Nach Plausch, Speis und Trank (die Reihenfolge stimmt nur bedingt, der Trank kam natürlich öfter vor) suchte ich schon um 20.30 Uhr die Bettwärme. Nach der kurzen Nacht und dem langen Tag überkam mich so richtig die Müdigkeit. Dass wir acht Leute in einem Vierbettzimmer untergebracht haben, erinnerte mich an die Zugfahrt nach Berlin, als wir 21 Personen in ein Sechserabteil quetschten.

Am nächsten Tag ging’s schon früh zum Frühstück und für mich dann weiter zur Hochfeldernalm. Dort sollte ich meinen regulären Bergrettungsdienst antreten.

Und das tat ich auch. Ein müder Tag mit viel Kaffee und gutem Essen begann. Erst am späten Nachmittag fuhren wir ins Tal, reinigten unsere Ausrüstung und beendeten den Dienst.

Hochachtung

Ich ziehe meinen Hut vor allen Läufern, die an diesem Event teilgenommen haben. Der Sieger kam nach nicht mal sechs Stunden beim Sonnalpin an.

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