Lawinenwarnstufe „extrem“?

Lawinenwarnstufe “extrem”?

Seit Kurzem wird diskutiert, ob die Stufen der fünfteiligen Lawinenwarnstufenskala umbenannt werden sollen, um die Abschreckung für Variantenfahrer und Skitourengeher zu erhöhen. Zur Erinnerung nochmals die aktuelle Definition der Skala (die detaillierte Definition findest du auf der Seite des Lawinenwarndienstes Tirol):

  • Gefahrenstufe 1: Gering. Die Schneedecke ist allgemein gut verfestigt und stabil.
  • Gefahrenstufe 2: Mäßig. Die Schneedecke ist an einigen Steilhängen nur mäßig verfestigt, ansonsten allgemein gut verfestigt.
  • Gefahrenstufe 3: Erheblich. Die Schneedecke ist an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt.
  • Gefahrenstufe 4: Groß. Die Schneedecke ist an den meisten Steilhängen schwach verfestigt.
  • Gefahrenstufe 5: Sehr groß. Die Schneedecke ist allgemein schwach verfestigt und weitgehend labil.

Nach der neuen Definition sollen die Stufe 3 in Groß, die Stufe 4 in Sehr groß und die Stufe 5 in Extrem umbenannt werden. Der Vorschlag selbst soll ab Mai 2015 auf internationaler Ebene diskutiert werden.

In den österreichischen Medien (Tiroler Tageszeitung, ORF) werden sowohl die Argumente der Befürworter als auch der Gegner einer Umbenennung diskutiert.

Meiner Meinung nach spielt der Name einer Gefahrenstufe keine Rolle. Ob die Stufe Erheblich oder Groß heißt, ist doch für den Normalanwender in Zeiten von Super-Superlativen (es gibt schon Ansätze, Dinge von optimal auf optimalst zu verbessern) irrelevant. Ich bin mit Michael Larcher vom Österreichischen Alpenverein einer Meinung, der sagt, dass die Sportler einzig die Zahlenbezeichnungen der Stufen im Kopf haben. Dem kann ich nur recht geben.

Ich bin mit den Stufenbezeichnungen immer durcheinander gekommen; zumindest habe ich die Reihenfolge der Stufen nicht vertauscht. Aber was ein 2er oder ein 3er bedeutet, das weiß ich. Hilfreich waren da die Stop or Go-Folder des Alpenvereins (die kann man übrigens im AV-Shop bestellen; 1,20€ sollte einem das schon wert sein). Dort ist in anschaulichen Bildern der Zusammenhang zwischen den Gefahrenstufen und dem Gelände dargestellt.

Und dann sollte man sich mit dem Thema natürlich ein bisschen beschäftigen. Ich persönlich wiederhole die Lawinenwarnstufen jeden Winter und studiere wieder meinen Stop or Go-Folder. Das kann ich nur Jedem empfehlen. Die eigene Sicherheit sollten einem das wert sein.

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2 Gedanken zu „Lawinenwarnstufe „extrem“?

    1. exilsteira Autor

      Das stimmt. Nur macht es die Sache nicht einfacher. Ich stell mir das etwas schwierig vor, wenn du in einem anderssprachigen Land einen LLB liest und dort keine Zahlen sondern nur Texte verwendet werden. Solange du die Sprache sprichst, ist das kein Problem.

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