Mountainbiken rund um den Daniel

Schön langsam legt sich die körperliche Müdigkeit und mein Körper entspannt sich wieder. Nach zwei Tagen ist das richtig erholsam. Schon komisch, nach so einer kleinen MTB-Runde …

Vergangenen Mittwoch traf ich im Rahmen von zwei Bergrettungsschulungen Wouter und Manfred. Wir drei sind begeisterte Mountainbiker. Einige Tage davor beschlossen wir, im Jahr 2016 eine Transalp zu starten. Also heißt es, schon jetzt intensiv zu trainieren. Üblicherweise hole ich mir meine Dosis bei den bike2work-Abenteuern. Derzeit ist das die einzige leicht verfügbare Möglichkeit, mich auf’s Bike zu schwingen. Manfred und Wouter hingegen sind oft am Abend unterwegs. Umso mehr freute ich mich über das Angebot, am Samstag eine Runde zu fahren.Jetzt musste ich das nur noch mit meinem aktuellen Bauvorhaben in Einklang bringen.

Irgendwie hab ich es am Samstag dann doch geschafft, mich bei bestem Bauwetter (es war bewölkt und recht frisch) fortzustehlen und die Beiden gegen 13 Uhr zu treffen. Und schon ging die Fahrt von Ehrwald nach Griesen. Der Radweg ist auf dieser Strecke unspektakulär, aber sinnvoll nur in dieser Richtung zu befahren. Entgegen gesetzt heißt es, stetig bergauf zu strampeln. Wouter opferte sich für die Führungsrolle. Nicht ganz uneigennützig, denn er hatte bei einem seiner letzten Bike-Ausflüge seine Brille verloren und konnte nun nicht hinter einem dreckspritzenden Vordermann fahren.

Am Ortsanfang von Griesen geht es dann ins Naidernachtal. Mir gefällt das Tal sehr gut, es ist auch gut mit dem Fahrradanhänger und Kindern befahrbar. Die längste Zeit geht es an der Naidernach entlang, erst im hinteren Teil warten zwei kleine Steigungen. Am Talschluss überfährt man dann wieder die Grenze nach Österreich.

Der Anstieg zum Plansee kann etwas zäh sein. Bei der Anfahrt durchs Naidernachtal ist er schon von Weitem sichtbar. Der Weg zieht sich mit konstanter Steigung am orografisch rechten Talrand hinauf. Samstags lief’s perfekt: mit konstanter Geschwindigkeit konnte ich den Anstieg nach oben ziehen. Dort wird man dann mit einem tollen Ausblick über das Naidernachtal belohnt. In gefühlten fünf Minuten rollten wir zum Plansee.

Wunderschöne Uferlandschaft am Plansee
Wunderschöne Uferlandschaft am Plansee

Kurzentschlossen bogen wir nach links ab und steuerten den Steig an der Südostseite des Plansees. Auf diesem Weg herrscht Bike-Verbot, was für mich soviel heißt, bei jedem Fußgänger abzusteigen und zu warten, bis dieser passiert. Die einzige erlaubte Alternative ist die Fahrt über die Landesstraße. Am Wochenende und noch dazu bei schönem Wetter spielt man hier allerdings mit dem Leben. Motorräder und Autos rauschen einem da nur so um die Ohren.

Umziehen zwischen Plansee und Heiterwangersee
Endlich kommen die kurzen Klamotten zum Einsatz

Zwischen Plansee und Heiterwangersee wurde es endlich so warm, dass auch meine Kollegen die kurzen Hosen und Trikots auspackten. Die Sonne würde uns auf unserem Heimweg begleiten. Unser weiterer Weg führte uns über den Panoramaweg zurück nach Lermoos und von dort durch’s Moos nach Ehrwald.

Historischer Meilenstein
Historischer Meilenstein zwischen Heiterwang und Bichlbach

Kurz vor Bichlbach zog ein historischer Meilenstein aus dem 19. Jahrhundert meine Aufmerksamkeit auf mich. Er wurde erst vor ein paar Jahren renoviert und hier errichtet und gibt die Entfernung nach Innsbruck mit zehn deutschen Meilen an. Die deutsche Landesmeile betrug damals rund 7,5km, die angegebene Entfernung von 75km nach Innsbruck stimmt also ganz gut.

Im Bereich Lähn wurde der Weg durch die neue Lawinenverbauung geändert. Vor ein paar Jahren warteten dort noch zwei zapfige Steigungen auf den motivierten Biker.

Nach 2 3/4 Stunden erreichen wir wieder Ehrwald. Ans Rasten brauche ich dennoch nicht zu denken, denn jetzt warten noch Rasenmäher und Unkraut. Und ein schönes warmes Bett …

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