Iglskar, kurze Skitour in tiefem Schnee

Wir wollten unbedingt raus, raus in den Pulverschnee und endlich mal eine Skitour machen. Im Gelände war im bisherigen Winter nichts möglich. Also schnappten wir uns am 17. Jänner die Ski und starteten los. Es war das erste Mal, dass ich mit Lawinenrucksack unterwegs war – bei Lawinenwarnstufe 4 (ab 2000m) war mir der ganz lieb.

Ausgangspunkt unserer Tour war die Ehrwalder Alm. Von dort ging’s entlang der gespurten Loipe auf den Saum. Oben angekommen, nahmen wir dem direkten Weg durch den Wald zum Iglsee. Die ersten Meter im tiefen Pulverschnee vorsichtig, war die Abfahrt lustig und spannend – die Bindung war immer noch auf Gehen eingestellt.

Kurze Rast am Iglsee
Kurze Rast am Iglsee
Am Sommerweg ins Iglskar
Am Sommerweg ins Iglskar

Vom Iglsee ging’s entlang des Sommerweges ins Iglskar. Der Anstieg war problemlos und führte uns durch den offenen Wald. Die verschneiten Bäume boten einen wunderbaren Anblick. Der Schnee war ebenfalls phantastisch. Die Beschaffenheit änderte sich laufend, von pulvrig bis härter, von wenig bis viel.

Beim Anstieg im Iglskar
Beim Anstieg im Iglskar

Die Spur, der wir folgten, verlief sich vor dem Aufsteilen des Geländes. Unser Anstieg führte uns westlich auf einen Rücken. Stellenweise konnten wir noch Andeutungen von Spuren finden, großteils mussten wir uns allerdings selbst unseren Weg suchen.

Der Schnee wurde nun immer tiefer. Reichte er anfangs nur bis zum Schuhrand, so sanken wir nun an den Spitzkehren bis über die Knie ein.

Kurz vor dem Wendepunkt
Kurz vor dem Wendepunkt
Die Sicht war nun deutlich eingeschränkt
Die Sicht war nun deutlich eingeschränkt

Unmerklich setzte nun Schneefall ein und langsam verschlechterte sich die Sicht. Auf rund 1740m Seehöhe stoppten wir unseren Ausflug und machten uns für die Abfahrt bereit. Die Sichtbedingungen ließen nun keine der Lawinenwarnstufe entsprechende Bewertung mehr zu. Also flugs die Felle abgezogen, verpackt und für die Abfahrt fertig gemacht.

Die ersten Schwünge führten uns schon in recht steiles Gelände. Wir beide erwarteten, dass wir dadurch Lawinen auslösen würden. Aber nichts geschah, und so schwangen wir uns durch den Wald in Richtung Sommerweg. Dabei versanken wir des Öfteren in bauchhohem Pulverschnee. Phantastisch!

Obwohl die Tour nur kurz war – mit Aufstieg und Abfahrt benötigten wir nur knapp 2 Stunden – war es ein wunderschöner und gemütlicher Ausflug. Ich freu mich schon auf das nächste Mal!

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